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Unternehmensbeitrag

«An der Schnittstelle zwischen physischer und digitaler Welt»

Von Post ch ag · 2016

Jahr für Jahr liefert die Post Milliarden von Sendungen aus, in immer grösserem Mass auch digital. Damit bildet sie einen essenziellen Pfeiler für die Schweizer Wirtschaft. Auch in anderen Sektoren wie dem E-Health-Bereich bietet sie innovative und sichere Dienste. Ein Gespräch mit Claudia Pletscher, Leiterin Entwicklung und Innovation bei der Post.

Was bedeutet die digitale Transformation für die Post?

Die Post hat seit über 160 Jahren eine Kernkompetenz: Den sicheren Transport von vertraulichen Inhalten. Daran ändert sich nichts. Aber die Art, wie wir mit dieser Kernkompetenz Nutzen schaffen, entwickelt sich weiter. Wir folgen damit den geänderten gesellschaftlichen Bedürfnissen und dem sich ändernden Kundenverhalten. Neben den physischen Transport tritt jetzt eben die Überbringung digitaler Inhalte. Insofern sehen wir die digitale Transformation als Herausforderung und Chance. Und wir richten unser Angebot entsprechend aus.

Was erwarten die Kunden von der Post?

Ein wachsender Teil unserer Kundschaft ist mobiler, flexibler und  digitaler unterwegs. Diese Kunden erwarten  entsprechend mobile und flexible Leistungen von uns, und der klassische Gang zum Postschalter nimmt sehr stark ab. Das bedeutet für uns: Diese Kunden kommen nicht zur Post, sondern die Post kommt zu ihnen. Sie können Art und Ort der Zustellung selbst steuern und nachverfolgen. Wo sie gerade sind, dorthin möchten sie auch ihre Sendungen geliefert haben. Diese Umkehr ergibt für uns ganz neue Möglichkeiten, etwa, was die Individualisierung und Personalisierung unserer Dienstleitungen betrifft.

Wie können Sie diese Erwartungen erfüllen?

Wir erweitern unser Kerngeschäft zur Schnittstelle zwischen der physischen und digitalen Welt. Zwei Beispiele: 2015 haben wir 115 Millionen Pakete verarbeitet, so viel wie noch nie. Damit sichern wir die physische Umsetzung des E-Commerce. Des Weiteren transportieren wir jährlich 20 Millionen Abstimmungsunterlagen in Papierform. Neu können wir aber auch zusätzlich das digitale Abstimmen ermöglichen – unser E-Voting-Angebot hat kürzlich die offizielle Zertifizierung erlangt. Im November wird es die ersten elektronischen Abstimmungen auf kantonaler Ebene geben. Auch hier geht es um den sicheren Transport vertraulicher Informationen, nur eben in digitaler Form.

Wie kann die Post das Gesundheitswesen auf seinem Weg zur Digitalisierung wirkungsvoll unterstützen?

Zur Übermittlung vertraulicher medizinischer Daten per Brief kommt nun die digitale Übermittlung hinzu. Unsere E-Health-Plattform vernetzt alle Akteure im Gesundheitswesen. Eine Ärztin kann zum Beispiel ein elektronisches Rezept an eine Apotheke schicken. Diese veranlasst den Versand des Medikaments an den Patienten per Post – idealerweise aus einem von uns unterhaltenen Versandlager für Medikamente. Der Vorgang findet – mit Zustimmung der Patienten –
ausserdem Eingang in das elektronische Patientendossier, das ebenfalls auf unserer Plattform vorgehalten wird. So verzahnen wir das gesellschaftliche Vertrauen in die Post als seriöse Übermittlerin vertraulicher Informationen mit unserer Logistikkompetenz. Damit steigern wir Effizienz und Qualität. E-Rezepte sind eindeutig und immer leserlich, die Gefahr von Fehlmedikationen sinkt massiv. Und das elektronische Patientendossier gibt den Patienten und, bei vorliegender Einwilligung, anderen Akteuren jederzeitigen Zugriff auf Behandlungsdaten. Die Sicherheit bleibt gewährt: Das Postgeheimnis garantieren wir auch digital.

Wohin geht die Entwicklung von E-Geschäften?

 Es geht ganz klar in Richtung integrier-ter Wertschöpfungsketten mit vielen Partnern, die die Möglichkeit haben, gemeinsam Nutzen zu schaffen. Entscheidend sind interoperable Plattformen wie die der Post, die offen für Drittnutzer sind. Zurzeit testen wir zukunftsweisende Transportformen mit Drohnen, Lieferrobotern und selbstfahrenden Elektrobussen, sogenannten SmartShuttles. Das könnten Ergänzungen zu unserem Kerngeschäft sein, die in bestimmten Umgebungen – etwa in abgelegenen Gebieten – sinnvoll sind, wie zum Beispiel die Auslieferung von Medikamenten oder von Essen nach Hause per Lieferroboter oder der Personentransport in autofreien Gebieten. Mit Publiride und Publibike bieten wir moderne Mobilitätslösungen.  Ein weiteres Feld  ist das Internet der Dinge. In unseren Niederlassungen erproben wir zum Beispiel die Möglichkeiten der smart infrastructure. Ist eine Maschine – ja, auch eine Kaffeemaschine! – defekt, kann über einen «smart button» Reparatur angefordert werden. So gestalten wir zukünftige Bestellmöglichkeiten für Kunden per Knopfdruck, die dann nach voreingestellten Bedingungen durch uns beliefert werden.

Wird es den klassischen Pöstler bald nicht mehr geben?

Wir versenden pro Tag 18 Millionen Briefsendungen und rund 500'000 Pakete. Ohne Digitalisierung könnten wir unser Kerngeschäft gar nicht realisieren. Den Pöstler auf dem E-Bike wird es trotzdem noch lange geben. Doch dahinter steckt eine hochdigitalisierte Prozesslandschaft. Und davon profitieren wir auf dem Weg in die digitale Transformation.

 

Im Interview

Claudia Pletscher
Leiterin Entwicklung und Innovation
Post CH AG